Geschichte

Magnesium Rückblick und Standortbestimmung

Am 28. April 1991 wurde im Rahmen eines Symposiums der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin die Österreichische Magnesiumgesellschaft gegründet. Damit wurde einem jahrelangen Bedürfnis Rechnung getragen, um die Forschung und klinischen Ergebnisse zu koordinieren und das Wissen um die Bedeutung von Magnesium für die Gesundheit des Menschen für die Allgemeinheit noch mehr bewußt zu machen.

Die Wertung von Magnesiummangelzuständen wurde von der Schulmedizin jahrelang zu wenig akzeptiert, obwohl international eine überwältigende Anzahl von Forschungsberichten und klinischen Daten vorlagen.

In Österreich konnte erstmals 1986 bei einem internationalen Experten-gespräch, welches von der Ludwig Boltzmann-Forschungsstelle für Langzeittherapie und Rehabilitation und der II. Med. Universitätsklinik durchgeführt wurde, für die Magnesiumforschung und Therapie eine echte Anerkennung erreicht werden. Es erfolgte danach auch erstmals eine Krankenkassenzulassung in Österreich für die Magnesiumtherapie.

Heute erkennt man immer mehr, dass Magnesium, die essentiellen Spurenelemente und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren essentielle Faktoren für den Ablauf des menschlichen Lebens sind. Umweltverschmutzung, falsche Ernährung und Lebensführung verursachen in zunehmenden Ausmaß das Auftreten von Mangelerscheinungen, so daß man in der heutigen Wohlstandsgesellschaft von einem "Mangel im Überfluss" sprechen muss.

Obwohl das Wissen um die Bedeutung von Magnesium für Mensch und Pflanzen bekannt geworden ist, bestehen noch immer im klinischen Alltag viele offene Fragen und zu wenig erkannte Symptome von Magnesium- und Spurenelementmangelzuständen. Durch die Gründung der Österreichischen Gesellschaft für Magnesiumforschung ist nun eine Plattform für die Sammlung aller an der Magnesiumforschung interessierten Wissenschaftlern und praktizierenden Ärzten geschaffen worden und auch die verbesserte Möglichkeit einer internationalen Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch gewährleistet. Magnesium ist mit seiner biologischen Wirkung und den Folgen einer Mangelsymptomatik ein besonders wichtiger Faktor auf dem Gebiet der Ganzheitsmedizin.

Prim. Prof. MR. Dr. Franz O. Gruber
Mg. Bull. 14. Jg. 1992

Magnesium Gesellschaft

Die Wiener Internationale Akade­mie für Ganzheitsmedizin hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Vertreter der rein naturwissenschaft­lichen Medizin und der Erfahrungs­heilkunde miteinander ins Gespräch zu bringen und damit - auch unter Berücksichtigung der psychischen Komponenten — wieder dem Kran­ken alle Facetten und Möglichkeiten der Medizin anzubieten. Dabei bleibt es dann da oder dort nicht verborgen, daß in unserem Wissen ganz spezifi­sche Lücken klaffen oder aus der Er­fahrung bestehende Heilmaßnahmen in Vergessenheit gerieten bzw. zu wenig Beachtung finden. Das gilt bei­spielsweise für die Spurenelemente, wobei in der Diskussion über diese auch die Mineralstoffe zur Sprache kamen. Herr Dr. Smetana machte uns darauf aufmerksam, daß dem Magne­sium viel zu wenig Bedeutung ge­schenkt wird. Durch die früher sehr schwierige bzw. oft unmögliche Be­stimmung von Magnesium-Konzen­trationen beim Menschen lief die For­schung eher auf Sparflamme; durch das immer größer werdende Wissen über die Funktion des Magnesiums als Kofaktor von energieabhängigen Stoffwechselprozessen, aber auch in­folge der im Rahmen unseres moder­nen Lebens immer stärker werden­den Belastungen steigt nicht nur der Bedarf des Organismus an Magnesi­um, sondern der Bedarf der Ärzte an Information über das bestehende Wis­sen. So wurde in der Akademie ein Symposium veranstaltet, das zur Gründung der Österreichischen Ge­sellschaft für Magnesiumforschung führte. Ich freue mich, daß die Ergeb­nisse dieses Symposiums nun geschlos­sen publiziert werden, besonders aber darüber, daß eine kleine Initiative der Akademie bereits so rasch Früchte trägt. Somit wünsche ich der neuen Gesellschaft für Magnesiumforschung und ihrem Präsidenten Dr. Ronald Smetana viel Erfolg für die Zukunft.

Univ. Prof. Dr. A. Stacher
Mg. Bull. 14. Jg. 1992 

 

 

 

 

 

 

 

 

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